Veröffentlicht in Autorenvorstellungen, Fantasywoche2017

Autoreninterview Nicole Böhm

Heute darf ich euch bereits meinen zweiten Beitrag zur Fantasywoche zeigen.

 

Zusammen mit Nadja von Lesen ist leben  und Doris von Thoras Bücherecke  durfte ich die Autorin Nicole Böhm interviewen.

 

Da ich ein riesiger Fan ihrer Chroniken der Seelenwächter bin, hat mich das furchtbar gefreut.

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Interview:

16343642_1323288017745750_725879560_n

Steckbrief

Name: Nicole Böhm

Wohnort: Speyer

Geboren: 03.06.1974

Ausbildung: so viele, von der Kosmetikerin bis  zur Musicaldarstellerin

Beruf:  Autorin

Hobbies: Schreiben, zeichnen, reiten, Sport

Werke: Die Chroniken der Seelenwächter (im Moment 20 Bände)

Hallo Nicole, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.

 

Erzähl uns doch kurz etwas über dich.

Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf. Danke schön. Tja, wie fängt man so was am besten an? Erst mal zu den harten Fakten: Ich bin 42 Jahre alt, wohne mit Mann und Pferd in der Domstadt Speyer und bin mittlerweile selbstständige Autorin. Mein Werdegang war bis hierher recht verrückt, also beschränke ich mich auf die Kurzfassung: Die letzten dreizehn Jahre habe ich im Büro gearbeitet und nebenher, seit …, mein Buchprojekt aufgebaut, davor habe ich in Amerika gelebt und dort unter anderem in New York eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin absolviert. Bevor ich nach New York reiste, lebte ich ein Jahr in Phoenix, Arizona, und habe Zeichnen studiert. Daher auch mein Faible für die Malerei. Ich male ja auch die Cover für meine Buchreihe selbst. Außerdem fotografiere ich seit 2005 (Schwerpunkt war damals die Pferdefotografie) und habe die ersten Jahre Bilder über eine Tierfotoagentur verkauft. Mein Leben war eine kunterbunte Achterbahnfahrt. Ist es eigentlich immer noch.

 

 

Was sind deine Erwartungen an die Fantasywoche?

Jede Menge Spaß und viele neue Kontakte zu anderen Autoren und zu den Lesern. Das Schreiben kann so einsam sein, wenn man in der stillen Kammer sitzt. Ich freue mich über jeden Kontakt nach draußen und vor allen Dingen auch darüber, mit den Lesern zu plaudern.

 

 

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wie die Jungfrau zum Kinde? Ich weiß nicht, ich habe einfach angefangen. Es hat mich eines Tages gepackt, nachdem ich die Chroniken der Unterwelt gelesen hatte. Als ich das Buch zuklappte, hatte ich so ein Gefühl, als hätte ich gerade gute Freunde verabschiedet – und genau das wollte ich in anderen auch auslösen. Und so habe ich mich einfach hingesetzt und begonnen.

 

 

51vpyd0ybal-_sx337_bo1204203200_

Was darf sich der Leser unter deinen Chroniken der Seelenwächter vorstellen?

Es ist eine epische Urban-Fantasy-Reihe, die in einem Serienkonzept aufgebaut ist. Jeden Monat erscheint ein ebook (alle drei Monate ein Hardcover). Den Leser erwarten sehr viele Abenteuer, viele, viele Twists, Rätsel, Mystik, Liebe. Wobei die Romantik kein übergeordnetes Thema darstellt, sie fließt eher so im Plot mit. Die Welt der Seelenwächter wächst stetig weiter, und es gibt mittlerweile sogar ein Wikipedia. Wer also gerne lange und intensiv mit den Charakteren mitfiebern will, ist hier genau richtig.

 

 

Was hat dich zu dieser Reihe inspiriert? War sie von Anfang an so umfangreich geplant gewesen?

Inspiriert hat mich ganz klar die „Chroniken der Unterwelt“-Reihe von Cassandra Clare. Ich habe die Bücher verschlungen. Zu Beginn war meine Geschichte als klassische Trilogie angelegt, aber nach einem sehr langen Gespräch mit meinem Verleger beschlossen wir, daraus ein Serienkonzept zu machen. Ich habe dann das meiste wieder umgeschrieben.

 

 

Wie schaffst du es, den Überblick über die ganzen Handlungsebenen zu behalten?

Das frage ich mich manchmal auch. Ich habe mir ein Dokument angelegt, in dem ich die wichtigsten Sachen notiere. Dennoch kommt es immer mal wieder vor, dass mir eine kleine Info fehlt. Bei 20 Bänden kann man mal das eine oder andere Detail vergessen. Dafür habe ich eine ganz großartige Facebook-Gruppe, die mir stets aushilft, wenn ich mal ’ne Frage habe.

 

 

Welcher Charakter war bisher am schwierigsten zu schreiben?

Jaydee. War und ist er immer noch. Er übertritt ständig Grenzen, benimmt sich völlig daneben und hat bisweilen brutale Ausbrüche. Damit stößt er auch auf Widerstand und polarisiert. Aber so war er von Anfang an angelegt, und ich bin froh, dass er so geblieben ist. Er sagt nicht nur, dass er gefährlich ist – er ist es auch tatsächlich. Das muss Jess immer wieder feststellen.

 

 

Welches ist dein liebster Charakter?

Das ist megaschwer zu beantworten, weil ich sie wirklich alle liebe. Im Moment schreibe ich sehr gerne über Anna und Will.

 

 

Wie viel Nicole steckt in Jessamine und Jaydee?

Nicht sehr viel, ehrlich gesagt. Manchmal hat Jess schräge Gedanken, die auch von mir kommen könnten, aber ich hätte nie den Mumm, den sie hat. Sie beißt sich so tapfer durchs Leben und steht immer wieder auf. Ich hätte Jaydee schon längst zum Teufel gejagt.

 

 

Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Wie dürfen wir uns deinen Arbeitsplatz vorstellen?

Ich stehe jeden Tag um 7 Uhr auf, meditiere, frühstücke und gehe dann an den Rechner. Heißt, meine eigentliche Schreibzeit beginnt so gegen 8.30 Uhr, das ziehe ich zwei Stunden konsequent durch und gehe dann meistens in den Sport, um kurz abzuschalten. Nach dem Mittagessen geht es dann zurück, und hier checke ich dann das erste Mal meine Mails oder Facebook. Morgens ist das tabu. Es folgt eine weitere Schreibphase. Nach dieser gehe ich spazieren oder zu meinem Pferd. Der Abend gehört dann oft der Covergestaltung, oder ich chille tatsächlich ein wenig.

 

 

Was bedeutet Lesen für dich? Und hast du schon als Kind beziehungsweise Jugendliche schon gerne gelesen?

Ich lese super gerne! Als Jugendliche habe ich die „Unendliche Geschichte“ verschlungen, dann kam natürlich auch irgendwann Harry Potter. Das sind die Bücher, die man nie vergessen wird.

 

 

Welches Genre liest du, und hat dein Leseverhalten deine Charaktere beeinflusst.

Ich lese sehr gerne Urban Fantasy und auch Liebesromane à la Shades of Grey. Dabei kann man so schön abschalten und muss nicht viel denken. Ich lasse mich schon von Geschichten inspirieren, und sicher beeinflusst es auch meine Charaktere, aber nicht bewusst.

 

 

Gibt es Momente/Nachrichten/Rezis/etc., die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?

Oh ja. Ich speichere mir so viele Rezis ab und drucke sie aus. Dafür habe ich mir extra ein Notizbuch angelegt, in das nur positive Rückmeldungen kommen. Wenn ich irgendwann zweifle, hole ich es raus und blättere darin. Ein denkwürdiger Moment war definitiv, als ich von meinem jüngsten Fan hörte. Er ist fünf Jahre alt und liebt Jaydee. Das war schon der Wahnsinn.

 

 

Knabberst und naschst du ganz gerne mal beim Lesen oder schreiben? Wenn ja, was?

Nein, mache ich nie. Ich ernähre mich sehr gesund und nach einem Plan. Geknabbert wird nur am Wochenende (oder zu Geburtstagen), und das dann auch bewusst und nicht nebenher.

 

 

Was wünschst du dir für das Buchuniversum?

Innovative neue Einfälle, Stories, die bewegen und in die Tiefe gehen. Ich liebe es, in die Charaktere hineinzublicken und entdecke gerne ihr Innenleben.

 

 

Nochmals vielen lieben dank für deine tollen Antworten, Nicole!

Ich hoffe, ihr hattet bei den Antworten mindestens genauso viel Spaß wie ich ❤

 

 

Eure Kerstin

Advertisements

Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

6 Kommentare zu „Autoreninterview Nicole Böhm

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s