Veröffentlicht in Rezensionen

Rezension „Alice – Follow the White“ von Stephanie Kempin

Heute habe ich eine Märchenadaption der ganz besonderen Art für euch.

Es war mir ein großes Vergnügen, das Buch bereits vorab lesen zu dürfen und heute zur Veröffentlichung kann ich euch meine Rezension dazu zeigen:

✨ALICE – Follow the White von Stephanie Kempin✨

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Inhalt:

Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie  findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.

Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice‘ Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?

Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.

Quelle: Papierverzierer Verlag

Eckdaten:

Erschienen: 27. Februar 2017

Verlag: Papierverzierer Verlag

(Vielen Dank für das Rezensionsexemplar)

Seiten: 370

Preis:  eBook 1,49 Euro

Hier erhältlich: Papierverzierer Verlag

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Meine Meinung

Angezogen hat mich natürlich als allererstes der Titel und das traumhafte Cover, denn wer wird nicht sofort an „Alice im Wunderland“ erinnert. Und ich bin ein riesiger Fan dieser skurrilen Welt.

Deshalb ließ ich mich auch sehr gerne auf das Abenteuer ein, diese Adaption zu lesen.

Und skurril, ja das kann Stephanie Kempin auch! Ich denke, der erste Satz des Buches sagt schon so einiges:

„Ich habe meine Schwester gegessen.“

Seite 1

Was habe ich bereits im ersten Kapitel Tränen gelacht!

Aber von vorne:

Die Geschichte handelt von Betty, Chloe und Alice, drei Mutare mit besonderen Fähigkeiten, die eine spezielle Schule für Menschen ihrer Art besuchen.

Als dann Betty plötzlich stirbt und als Untote wiederaufersteht, geht das Abenteuer richtig los.

Zusammen mit dem mauligen weißen Kaninchen begeben sich die Drei auf die Suche nach der Ursache und der Lösung von Bettys „Problem“.

Dabei durchqueren sie recht bekannte Welten, treffen auf neue Weggefährten und geraten von einem Schlamassel in den nächsten.

Und die ganzen tollen bekannten Charaktere, die sie auf ihrem Abenteuer treffen, ein Traum für jeden Märchenfreund!

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alice und Bettys Tagebucheinträgen erzählt, wobei Betty meist den skurrilen Tag nochmals zusammenfasst und die bisherigen Schlüsse ihrer Erkenntnisse zusammenführt.

Diese Lösung finde ich sehr gut, so verliert man durch Bettys Tagebuch nicht den Überblick an den Geschehnissen…und glaubt mir, da gibt es soooooo viele davon…

Durch Alice Sicht der Dinge lernt man die beteiligten Charaktere etwas besser kennen und hier ist einer herziger als der andere.

Ich habe das ungleiche Trio sofort in mein Herz geschlossen: die resolute sarkastische Betty, die den Kopf der Truppe bildet…Alice, das Herz der Truppe, die in allem noch das Gute sieht und Chloe, die mit ihrer beherzten Art und dem losen Mundwerk erst handelt und dann nachdenkt 🙂

Sie sind perfekt aufeinander abgestimmt und einfach ein eingespieltes Team.

Stephanie Kempin schreibt in einem wunderbar leichten fließenden Stil, teilweise sehr umgangssprachlich, was aber perfekt zu der Geschichte passt. Noch dazu diese perfekte Mischung an vor Sarkasmus triefenden Wortgefechten und der skurrile schwarze Humor…ein wahres Lesevergnügen.

Ich kann wirklich nicht empfehlen, dieses Buch in der Öffentlichkeit zu lesen, denn ich musste mehrfach laut loslachen!

Auch ihre bildhaften Beschreibungen sind ein Traum, ich habe immer alles genau vor mir gesehen und hatte stets ein zufriedenes Grinsen im Gesicht, wenn es an eine Örtlichkeit ging, die ich kannte ❤

Sie treibt den Leser von einem atemraubenden Moment in den nächsten und lässt ihn mit teils unerwarteten Wendungen nach Luft schnappen.

Ich habe wirklich jede Seite genossen und konnte nicht genug davon bekommen.

Nur das Ende…ja da ist es mit der Autorin wohl etwas durchgegangen 😉 Das hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht.

Hier geht alles Knall auf Fall und teilweise auch doch dann etwas sehr unrealistisch zu Gange, was ich sehr schade finde.

Aber alles in allem ist es ein gelungenes Ende, das die Geschichte perfekt abrundet und auf jeden Fall Lust auf mehr macht.

Fazit

Alice – Follow the White

Der Wahnsinn wurde neu zu Papier gebracht!

Eine gelungene Märchenadaption der besonderen Art.

Liebhaber des schwarzen Humors kommen auf ihren vollen Kosten.

Eine liebevoll gestaltete Geschichte mit faszinierenden, skurrilen und lustigen Charakteren.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️ ⭐️⭐️

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

5 Kommentare zu „Rezension „Alice – Follow the White“ von Stephanie Kempin

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