Veröffentlicht in Olivia liest

[Olivia liest] Rezension „Schatten über Sommerton Court“ von Leila Rasheed

Heute darf ich die erste Rezension aus der Kategorie Olivia liest für euch veröffentlichen.

Olivia Mae stellt hier nach und nach ihre Meinung zu Bücher vor, die sie gelesen hat!

 

 

 

Schatten über Sommerton Court

(Band 2/3)

Von Leila Rasheed (übersetzt von Stefanie Schäfer)

 

Olivialiest.jpg

 

Taschenbuch zu 416 Seiten

Fischer Verlag – 1 Auflage (21.August 2014)

Original aus dem Englischen (At Somerton: Diamonds and Deceit)

Aktuelle Bewertung auf Amazon 4,6 Sterne

 

Inhaltsangabe

 

Der zweite Teil der großen SOMERTON-COURT-SAGA

England 1913
Auf Somerton Court nimmt das Schicksal seinen unheilvollen Lauf – und auch
der Erste Weltkrieg wirft seine dunkle Schatten voraus

 

In London ist die Ballsaison in vollem Gange und noch nie hat sich Rose so fehl am Platz gefühlt. Als sie die Bekanntschaft des jungen Duke von Darbyshire macht, ahnt sie gleich, dass es nicht gut wäre, einem Mann mit solch einer dunklen Reputation ihr Herz zu schenken. Aber womöglich ist es dafür schon zu spät …
Ravis Abreise nach Indien lässt Lady Ada am Boden zerstört zurück. Zwar bedeutet die Ehe mit Lord Fintan ihre Chance, in Oxford studieren und zugleich ihre Familie vor dem Ruin retten zu können, aber ist sie bereit, dafür ihre Liebe zu verraten?
In einer Welt, die droht, auseinanderzubrechen und in der nichts mehr so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, müssen alle Bewohner von Somerton Court darum kämpfen, ihren Weg zu gehen.

Quelle: Amazon

 

 

Wie kam ich zu dem Buch?

 

Ich fand es – ganz einsam und verlassen – in einer Wühlkiste. Das Cover hat mir gefallen, vor allem verriet es bereits zwei Dinge: Historisch und sicher triefend schnulzig.

Ich wollte nichts Erotisches haben, aber es sollte leicht sein, flockig zum Lesen und meinen Kopf nicht viel beschäftigen.

 

Gut – vielleicht hätte ich zu Beginn nachschlagen sollen, ob dieser band die Mitte einer ganzen Reihe ist *hüstel* … Aber das versäumte ich mal eben…

 

Schreibstil der Autorin

 

Ich finde den Stil recht angenehm. Sie schreibt kaum verschnörkelte, lange und verwirrende Satzkonstruktionen, sondern wirkt eher klar in ihrer Sprache. Manchmal vielleicht etwas zu rein für die damalige Zeit.

Bereits von der ersten Seite an fand ich mich gut in die Geschichte ein, konnte mir jedoch zu den einzelnen Personen kein wirkliches Bild machen – weil (mea culpa) ich mitten in der Saga eingestiegen bin. So sei erwähnt: Im zweiten Teil verzichtet die Autorin fast gänzlich auf detaillierte Personen, Kleider oder Umgebungsbeschreibungen. Es wird alles recht oberflächlich angeschnitten, was mir als flotten Leserin gut gefiel (andere könnten das allerdings sicherlich als Mangel werten) …

 

Protagonisten

 

Hm – es gab überraschend viele!

Also, in dem Bereich ging mein Wunsch von wegen – mein Hirn bleibt aus – eindeutig nicht auf.

Die Autorin hat ihre Geschichte in Form eines fulminanten Rundumschlags aufgebaut: In der Dienerschaft, im niedrigen Adel, im höheren Adel – überall finden sich Gesichter, Namen und Familien, die irgendwie irgendetwas mit irgendwem zu tun haben. Manchmal fragt man sich jedoch: Was?

Obwohl mir zwar das Wissen aus dem ersten Band fehlte (die Familie kommt scheinbar aus Indien zurück) – hatte ich dennoch kaum Schwierigkeiten. Da war die Familienzicke und Intrigantin, das unschuldige Lämmchen, die stolze Regentin, der attraktive Schwerenöter … ihr seht, alle Klischees werden in dieser Saga bedient 😀

Bedauerlicherweise wurde ich mit keinem dieser Chars warm. Ich litt nicht, weinte nicht, war nicht einmal hibbelig oder freute mich auf einen besonderen Moment. Auf 416 Seiten entlockte mir das Buch ein einziges Mal ein Schmunzeln. Und das war im Zusammenhang mit meiner Tochter … sie wies mich nämlich auf das Buchcover hin und dort befindet sich ein Hund … ein Hund, der in der Geschichte jedoch nicht vorkommt 😀 Yuna wollte seinen Namen wissen, aber er hatte keinen …

 

Was ich gut fand …

 

  • den leichten Schreibstil

Warum ich diese Saga nicht weiterlesen werde …

 

Das hat mehrere Gründe …

Zum einen – ich kam emotional nicht in diese Welt hinein. Ich fühlte mich wie eine Außenseiterin, die dem Spektakel zusieht und doch keine wirkliche Verknüpfung herstellen konnte. Und das liegt nicht daran, dass mir Band 1 fehlte. Die Story geht ja problemlos zum Quereinsteigen weiter … Es war irgendwie nicht greifbar für mich.

Dann – ich mag historische Romans, ich lese in der Richtung viel und WENN ich schon einen Roman in die Zeit des ersten Weltkriegs setze, muss auch das Setting, die Kommunikation etc. dort hinpassen. Manchmal hatte ich das Gefühl, als wären die Menschen entweder im Barock oder dann wieder in der Moderne. Es fügte sich nicht nahtlos zusammen.

Auch ein Punkt: Die klassischen Personen und deren Entwicklung! Es ist alles so unheimlich vorhersehbar, und das machte es für mich trauriger weise so unglaublich langweilig. Wo ist die Schnappatmung, wo das Unerwartete, wo der Moment des Ahhh und Ooohh!?

Gar nicht anwesend. Absolut gar nicht.

 

Fazit

 

Ich bin froh, dass ich dieses kleine Büchlein als Mängelexemplar evakuiert habe, hätte ich den vollen Taschenbuchpreis bezahlt, wäre ich eventuell ein wenig enttäuscht gewesen. Es ist sicherlich eine nette Geschichte für Neueinsteiger in die historische Schnulzenwelt, aber für alt-eingefahrene Leserinnen wie mich bietet die Saga nichts, das sie als Muss kennzeichnet.

 

Darum von mir keine Leseempfehlung (außer ihr seid im Krankenstand, vollkommen braindead und wollt wirklich ein paar Seiten überspringen/überfliegen, dafür ist das Buch super geeignet) …

 

 

Eure

Olivia

 

 

 

 

 

 

 

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

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