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[Rezension]“The New Dark – Dunkle Welt“ von Lorraine Thomson

Meine Lieben,

nachdem ihr euch ja auch nicht entscheiden konntet, ob dieses Buch ein Must-Read ist oder nicht, habe ich mich aufgeopfert und es getestet 😉 Jetzt müsst ihr allerdings selbst entscheiden, ob ihr das lesen wollt.

 

The New Dark – Dunkle Welt

von Lorraine Thomson

img_6668Inhalt:

**In einer dunklen Welt ist Liebe die einzige Rettung.**

Keine Schulen, keine Supermärkte, kein Internet – eine globale Katastrophe hat die Zivilisation vernichtet.

Für die 16-jährige Sorrel gibt es nur ihre Familie, ihr Dorf und einige unglaubliche Geschichten aus der ‚Zeit Davor‘. Eines Tages greifen Mutanten das Dorf an und metzeln fast alle Bewohner nieder. Sorrels kleiner Bruder Eli und ihre große Liebe David werden verschleppt. Wild entschlossen, die beiden zu retten, macht Sorrel sich auf die Suche. Doch die einzige Möglichkeit, ihre Lieben zu retten, führt sie direkt in die Arme eines skrupellosen Rebellenanführers, der Sorrel für seine Zwecke instrumentalisieren will. Aber welcher Weg ist schon zu weit für die wahre Liebe?
Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe


Eckdaten:

 

Erschienen: 01. November 2017
Verlag: beBEYOND
(Vielen Dank an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar)
Seiten 282
Preis: Taschenbuch 14,90€, EBook 4,99€
ISBN: 978-3-7413-0075-2
Mehr Informationen zum Buch:
Direkt beim Verlag
Bei Amazon.de


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Meine Meinung:

Ich gebe es zu, angezogen hat mich hier das Cover und durch den Klappentext wurde ich sehr neugierig. Da ich mal wieder Lust hatte, eine Dystopie zu lesen, machte ich mich voller Mut ans Werk.
Dies war mein erstes Buch von Lorraine Thomson und ich muss sagen, ihr Schreibstil bereitete mir einige Schwierigkeiten. Nicht weil er so kompliziert und anstrengend zu lesen war, eher das Gegenteil. Ich hatte teilweise durch die kurzen knappen Sätze und die Wortwahl den Eindruck, dass ich einen etwas unausgereiften Schulaufsatz lesen würde. Aber dennoch ließ sich das Buch leicht und flott lesen, auch wenn ich von der Story selbst nicht so angetan war, allerdings noch weniger von der bescheidenen Umsetzung.
Die 16jährige Sorrel lebt in einem kleinen Dorf, in dem es sich eine Gemeinschaft nach der Zeit Davor zusammengefunden hat. Alles ist sehr friedlich bis eines Tages eine Gruppe Mutanten das Dorf überfällt und alle niedermetzelt. Sorrel kann fliehen, ihr Schwarm wird gefangengenommen und die Geschichte nimmt ihren Lauf, denn beide wollen unbedingt wieder zusammenfinden.
Seit dem Angriff wird die Geschichte in aus zwei Sichtweisen erzählt, aus Sorrels und Davids, so erfährt man, was beiden wiederfahren ist und was beide durchleben müssen. Ich muss sagen, Sorrels Teil der Geschichte gefällt mir etwas besser, weil hier einfach mehr geschieht, sie auf eine furchterregende Gemeinschaft trifft und neue liebenswürdige Weggefährten findet. David wird in die Hauptstadt und versucht von dort verzweifelt Sorrel zu finden, während sie sich der Hauptstadt immer mehr nähert.
Besser kann ich es euch nicht zusammenfassen ohne euch zu spoilern, aber ich war bei weitem nicht begeistert und wurde irgendwie auch immer an Katniss Everdeen erinnert, vor allem gegen Ende. Allerdings nicht durch Sorrels Stärke, sondern einem bestimmten Zeichen/Mal und der darauf folgende Ziele, im entfernten Sinne.
Um es kurz zu machen: Ich mochte die Geschichte nicht. Das lag zum einen daran, dass die Hauptcharaktere so blass und flach gezeichnet waren, dass ich keinerlei Gefühl für sie bekommen habe. Ich habe die Stärke von Sorrel vermisst, für mich war sie irgendwie ein trotzendes Kind, das zufälligerweise mit einem Messer mehr oder weniger gut umgehen kann. Und auch bei David tat ich mir schwer, es wurde zwar immer wieder gesagt, dass er nur so vor Stärke trotzt, aber das Gefühl kam bei mir nicht an, obwohl er definitiv mehr Kämpfer ist als Sorrel. Den Handlungsverlauf finde ich suboptimal. Da entgeht Sorrel einem Gemetzel, gerät direkt in die Fänge einer sektenähnlichen Gemeinschaft und von dort wird sie plötzlich zum Staatsfeind Nummer 1. Naaaaa, es gibt mir einfach zu viele Zufälle, durch die Sorrel sich immer wieder retten kann, als dass es für mich glaubwürdig ist. Allerdings trifft sie neue Gefährten und lernt in der Zeit des Chaos und Untergangs kennen, was Freundschaft wirklich bedeutet. Diese Passagen fand ich echt toll. Denn, was man deutlich in diesem Buch sieht, ist, zu was Menschen und angebliche Freunde fähig sind, wenn es um das nackte Überleben geht. Aber alles in allem fand ich das gesamte Buch etwas chaotisch und ich habe das aktuelle System noch nicht so verstanden, aber das liegt auch daran, dass man von der Zeit Davor kaum etwas erfährt: warum die Welt so ist, wie sie jetzt ist, warum sie von Mutanten bevölkert wird, das erfährt man alles nur in ganz kleinen Bruchstücken und das wäre – für mich zumindest – schon interessant zu erfahren und auch wichtig im weiteren Fortlauf. Aber vielleicht erfährt man darüber in den beiden Folgebänden mehr, denn „The New Dark“ war erst der Auftakt einer Trilogie, die ich allerdings nicht weiter verfolgen werde.

 

Mein Fazit:

„The New Dark“ von Lorraine Thomson ist der Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie, die mich leider nicht überzeugen konnte. Blasse Charaktere, eine verwirrendes System und teils unglaubwürdige – sehr durch Zufall bestimmte – Handlungsabläufe lassen das Buch bei mir durchfallen. Für meinen Geschmack ist auch zu viel Action gegeben, man gerät von einem Kampf in den nächsten und kann sich so gar nicht richtig auf die Geschichte konzentrieren.

Ich vergebe 2 von 5 Sternen ⭐️⭐️

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

7 Kommentare zu „[Rezension]“The New Dark – Dunkle Welt“ von Lorraine Thomson

  1. Ich glaube, Du hast gut zusammengefasst, warum ich kaum noch Dystopie lese: Irgendwann scheint Dystopie ein Synonym für Young Adult Fiction geworden zu sein, womit ich per se keine Probleme hätte, aber in den letzten Jahren hat sich mir immer mehr der Eindruck aufgezwängt, dass Autoren versuchen auf Teufel-komm-raus an die Erfolge von The Hunger Games anknüpfen zu wollen und dabei die verrücktesten Geschichten konstruieren, in denen die jugendlichen Hauptfiguren grundsätzlich immer ins gleiche Schema passen und jedem Klischee hinterhergejagt wird. Davon bin ich mittlerweile so müde, dass ich keinerlei YA mehr lese, weil ich einfach keinen Bock drauf habe und mich das alles nur noch nervt.
    Ich wünsche mir einfach mal wieder ein paar dystopische Bücher im Sinne von 1984 oder Fahrenheit 451 usw.
    le seufz
    Grit

    Gefällt 1 Person

      1. Gute Dystopien lese ich gern aber mir isses schon lieber, wenn die Hauptfiguren erwachsene Menschen sind. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für YA, obwohl ich da doch noch ein paar gute in Erinnerung habe. Aber viele YA Dystopien sind mir einfach zu konstruiert deswegen habe ich es aufgegeben. Hunger Games, grad den ersten Band fand ich super. Die beiden danach waren ok. Aber der erste hat mir wirklich sehr gefallen. Heute hatte ich eine Dystopie in meinem Beitrag. Die könnte dir vielleicht gefallen. Sie ist nicht zu abgefahren und die Figuren sind echt super.

        Gefällt 1 Person

      2. Habe ich mit gerade angeschaut, aber das ist nichts für mich. Das liegt aber auch daran, dass ich diese Endzeitromane einfach nicht mag und echt Lust darauf haben muss. Ich lese aber auch kein SciFi. Ich mag lieber grandiose KickAss Fantasy wie Sarah J Maas sie schafft…düster, brutal und emotional.

        Gefällt 1 Person

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