Veröffentlicht in Rezensionen

[Rezension] „Der Gesang der Nachtigall“ von Lucy Strange

Meine Lieben,

ich durfte mein erstes Buch aus dem Königskinder Verlag lesen, den es leider nicht mehr lange geben wird, denn das Buch war wirklich etwas ganz Besonderes.

 

Der Gesang der Nachtigall von Lucy Strange

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Inhalt:

England 1919. Seitdem sie und ihre Familie nach Hope House gezogen sind, ist die zwölfjährige Henry ganz auf sich allein gestellt. Mama ist krank, Vater arbeitet außer Landes und Nanny Jane muss sich um Baby Piglet kümmern. Sich selbst und ihren Büchern überlassen, beginnt Henry, ihre neue Umgebung zu erkunden: das große Haus mit seinem vergessenen Dachboden, das geheimnisvolle Licht, das jenseits des Garten durch die Bäume schimmert, und die geisterhaften Schatten, die niemand außer ihr zu sehen scheint. Und auch niemand außer ihr scheint zu merken, in welcher Gefahr ihre Familie schwebt …

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


 

Eckdaten:

 

Erschienen: 29. September 2017

Verlag: Königskinder Verlag / Carlsen

(Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar)

Seiten: 336

Preis: Hardcover 18,99€, Ebook 12,99€

ISBN:     978-3-551-56041-4

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Mehr Infos zum Buch:

Direkt bei Carlsen

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Meine Meinung:

 

„Der Gesang der Nachtigall“ war mein erstes Buch aus dem Königskinder Verlag und ich war sehr neugierig darauf. Und auch wenn es mal nicht aus meinem Genre Fantasy ist, wollte ich es unbedingt lesen. Angezogen hat mich zunächst natürlich dieses traumhafte Cover, aber auch der Klappentext. Er war so geheimnisvoll, ohne mir zu verraten, was mich wirklich beim Lesen erwarten würde. Und ich war wirklich positiv überrascht, was ich doch für eine tiefgreifende bedrückende Geschichte bekommen habe.

Wir erleben das Leben der kleinen 12jährigen Henrietta, sie führt uns sogar selbst durch das Buch. Einst waren die Abbotts eine glückliche Familie, bis eines Nachts eine Familientragödie alles zerstörte. Auf dem Landsitz „Hope House“ wollen sie einen Neuanfang starten. Doch nicht nur, dass die kleine Hen für die damalige Zeit etwas zu rebellisch ist und sich als herangehende junge Frau auch noch hinter Märchenbüchern verschanzt, sie hat auch von Hause aus eine ausgeprägte Fantasie, die ihr fast zum Verhängnis wird. Denn in „Hope House“ läuft nicht alles rund, Hen´s Vater muss auf eine längere Geschäftsreise, die Situation um ihre Mutter spitzt sich zu, ihre Nanny kritisiert sie dauernd…und hinter allem stehen Geheimnisse. Hen lässt sich nicht mehr wie ein kleines Kind behandeln und beschließt, ihre Familie zu retten. Mehr möchte ich euch aber gar nicht verraten.

Der Schreibstil von Lucy Strange ist wirklich etwas Besonderes. Das ganze Buch verströmt eine düstere melancholische Stimmung, die richtig auf die Laune drückt und dennoch mitreißt. Ich wollte immer wissen, welche Tragödie denn hinter dieser Familie steht und wie sich Hen jeden Tag auf´s Neue durch die Erwachsenenwelt von 1919 kämpft. Denn ich finde, auch das Zeitalter hat Lucy Strange perfekt eingefangen, von der Sprachweise, den Ausdrücken, den Sitten und Gepflogenheiten. Und dennoch stehen die Gefühle im Vordergrund, die Familientragik und auch Hen´s Kämpfernatur.

„Der Gesang der Nachtigall“ ist eine Geschichte voller Tragik, Verlust und Schmerz. Sie zeigt woran Menschen zerbrechen, wie sie wieder auferstehen oder daran zugrunde gehen.

 

Narben auf der Haut erzählen nur den Anfang der Geschichte. Es ist viel schwerer, über die Narben zu sprechen, die niemand sieht.

Seite 183

 

Die Charaktere fand ich eigentlich schön gezeichnet, passend zur Geschichte, denn wirklich kennenlernen tun wir kaum jemanden, wir erleben sie in den aktuellen Zeitabschnitten. Aber allein hier war es wunderschön zu beobachten, wie aus der verträumten kleinen Hen eine starke junge Frau wird. Auch wenn sie erst 12 Jahre alt ist, muss man nun mal beachten, dass sie damit in der damaligen Zeit eigentlich schon recht erwachsen sein sollte. Und auch, wenn man die Charaktere nur durch Hens Erzählungen kennenlernt, habe ich sofort einige Personen gefunden, die ich nicht leiden konnte und einige, bei denen mir das Herz aufging.

Einzig das Ende hat mich leider nicht so hundertprozentig überzeugt, ich hatte eigentlich etwas anderes erwartet, aber dennoch war es zufriedenstellend. Mich hat die Geschichte jetzt nicht so intensiv bewegt, aber dennoch fand ich es faszinierend, wie es der Autorin gelang, diese Melancholie auf mich zu übertragen.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Der Gesang der Nachtigall“ hat Lucy Strange eine sehr tiefgründige, melancholische und tragische Geschichte geschaffen, die vor Augen führt, was eine Seele erträgt und was man braucht um diese zu heilen oder sie für immer verliert. Eine Geschichte über Verlust und Schmerz, aber auch über Hoffnung. Wer eine besondere Geschichte lesen möchte, die tief bewegt, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Mir hat lediglich das Ende nicht so zugesagt wie der Rest, aber alles in allem passend.

 

Ich vergebe 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️ ⭐️⭐

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

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