Veröffentlicht in Rezensionen

[Rezension] „Das göttliche Mädchen“ von Aimee Carter

Meine Lieben,

heute habe ich eine Rezi für euch, die ich euch gestern schon hätte zeigen können, wenn die Lust besessen hätte, sie zu schreiben, denn so sehr ich mich auf dieses Buch freute, so sehr habe ich darüber den Kopf geschüttelt.

Das göttliche Mädchen von Aimée Carter

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Inhalt:

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry kennenlernt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Denn er ist Hades, der Gott der Unterwelt. Und er macht ihr ein verlockendes Angebot. Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
Bild- und Textquelle: Harper Collins


 

Eckdaten:

Erschienen: 13. November 2017 (Neuauflage)
Verlag: Harper Collins
(Vielen Dank an Netgalley und den Vertrag für das Rezensionsexemplar)
Seiten: 464
Preis: Taschenbuch 9,99€, EBook 8,99€
ISBN: 978-3959671651
Weitere Informationen zum Buch hier:
Direkt beim Verlag
Bei Amazon.de


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Meine Meinung:

 

Da ich die griechische Mythologie einfach nur liebe, verschlinge ich alles, was ich darüber finde und freue mich natürlich immer, wenn ich einen neuen Fantasyroman entdecke. So musste ich natürlich auch sofort „Das göttliche Mädchen“ von Aimee Carter lesen. Allerdings muss ich gleich den Klappentext bemängeln, denn er verrät einfach zu viel, so dass das Buch keine große Überraschung mehr für mich parat hatte. Im Grunde kann ich sagen, ich habe selten so eine schlechte Geschichte über griechische Mythologie gelesen und das, obwohl die Grundidee eigentlich richtig klasse ist.
Dies war mein erstes Buch von Aimée Carter und es ließ sich wirklich sehr leicht lesen. Der Schreibstil ist modern, umgangssprachlich und sehr einfach, so dass man schnell durch die Geschichte kommt. Allerdings kamen bei mir weder große Gefühle an, noch große Spannungsmomente auf, dafür war mir die ganze Geschichte einfach zu flach.
Im Prinzip hätte es so toll sein können: Kate Winters zieht mit ihrer sterbenskranken Mutter nach Eden um dort die letzten Monate zu verbringen. Sie ist die Neue an der Highschool und trifft direkt am ersten Tag ihre neuen Freunde *wirklich* und den mysteriösen Henry, der dank Klappentext nicht wirklich mysteriös ist. Als ihre neue beste Freundin verunglückt, schließt Kate einen Vertrag mit Henry, über dessen Konsequenzen sie sich nicht bewusst ist. Doch als er verspricht, ihre Mutter am Leben erhalten zu können, erklärt sie sich zu dem Pakt bereit.
Ja, das klingt nach einem typischen Jugendbuch, die ich so sehr liebe, würde Frau Carter es nicht schaffen, die Umsetzung auf ein neues negatives Niveau zu heben.
Nicht nur, dass der gesamte Anfang für mich total unrealistisch und nicht nachvollziehbar ist, auch die Prüfungen an sich und die gesamten Umstände mit Henry. Ich weiß gar nicht, wie ich euch das sagen soll, ohne euch zu spoilern. Ich habe Frau Carter nicht eine Sekunde abgenommen, was sie da von sich gibt und hatte zwischendurch den Eindruck, dass sie selbst nicht weiß, was sie da schreibt. Wir hüpfen wahllos zwischen der griechischen Mythologie und dem Christentum ohne irgendwelche konkreten Informationen zu erhalten. Für mich gab es einfach keine Spannung, keine Überraschungen, die mich interessierten, ich hätte das Buch am liebsten an die Wand geklatscht, weil ich zwischendurch nur noch die Augen verdreht habe. Die Liebesgeschichte im Buch…ich konnte es nicht mehr lesen…lass uns Freunde sein…ich liebe dich…lass uns Freunde sein…aber ich liebe dich *aaaargh* Es tut mir ja leid, aber ich habe doch ein paar Ansprüche an ein Buch und gebe mich mit diesen oberflächigen Klischees einfach nicht zufrieden.
Dazu die Charaktere…ich konnte es gar nicht glauben, aber Kate hat es geschafft, ich verleihe ihr einen Orden: naivster Charakter ever!! Und jetzt spricht pure Ironie: Ich finde es absolut glaubhaft, wenn man direkt nach zwei miteinander gesprochen Sätzen von neuen besten Freunde spricht, für die man sein Leben auf´s Spiel setzt und dann zum krönenden Abschluss noch einen Pakt mit einem Gott schließt ohne überhaupt zu wissen, was es bedeutet. *wuuuhuuu* Und wisst ihr was, Kate ist das alles egal, sie glaubt einfach alles, was man ihr so erzählt ohne irgendetwas zu hinterfragen, mag es noch so abwegig sein. Die einzigen, die mir ansatzweise sympathisch waren, waren James mit einer penetrant nervigen Art und Henry, der aber zwischendurch doch sehr weinerlich war.
Ihr seht, ich bin genervt, weil ich einfach schon zu viele gute Bücher dieser Sparte gelesen habe und über diese Umsetzung nur den Kopf schütteln kann. Allein, weil ich die Grundidee so toll fand, habe ich das Buch beendet, weil ich doch noch auf ein Hoch hoffte…es kam nicht…dennoch kann man das Buch schnell durchlesen und sich nett unterhalten lassen, wenn man nicht zu viel erwartet und einfach alles so hinnimmt, wie es vorgegeben wird.

 

Mein Fazit:

„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter besticht durch seine interessante Grundidee, enttäuscht allerdings durch die Umsetzung, die flachen
Charaktere und die Vorhersehbarkeit. Eine moderne Interpretation der griechischen Mythologie, die man nicht gelesen haben muss…und auch nicht sollte, wenn man schon mehrere Bücher dieser Sparte gelesen hat.
Für mich fällt das Buch unter die Kategorie: kann man, muss man aber nicht. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen, aber weil man doch nett unterhalten wird, wenn man die Geschichte einfach so hinnimmt und sein Hirn dem Niveau von Kate anpasst, vergebe ich 2 von 5 Sternen⭐️⭐️

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

5 Kommentare zu „[Rezension] „Das göttliche Mädchen“ von Aimee Carter

  1. …ich liebe ebenfalls Göttergeschichten (egal welche Mythologie sie entspringen sind :D), daher steht dieses Buch auf meiner Wunschliste.
    Jetzt überlege ich ernsthaft, ob es sich überhaupt lohnt. Ich liebe deinen Blog und deine ehrliche Meinung, die du vertrittst! Oft haben wir den selben Bücher Geschmack (danke übrigens dafür, dass meine Wunschliste an Büchern durch dich stetig wächst :D), daher hadere ich noch etwas mit mir…
    Aber es ist eine Gööööttterrr Geschichte… ❤ Mhm, jetzt hab ich ein Dilemma, haha 🙂

    Danke für deine ehrliche Meinung!

    Alles liebe,
    Nora

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu Nora,

      das muss ja jeder selbst entscheiden ob es ihm zusagt. Das Buch ist auch sehr viel süße Romance und damit kann ich gar nichts anfangen. Leseprobe hilft hier meistens…
      Und es freut mich total, dass wir einen ähnlichen Buchgeschmack haben, das hilft mir auch immer bei Entscheidungen…allerdings schlecht für die Wunschliste 😂

      Liebe Grüße, Kerstin

      Gefällt mir

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