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[Rezension] „Die Blutkönigin“ von Sarah Beth Durst

Heute habe ich ein Buch für euch, bei dem ich sehr zweigespalten bin, was ich davon halten soll oder vielmehr wie ich es bewerten soll. Einerseits ist es eine faszinierende phänomenale Geschichte, andererseits kam null bei mir an, kein Gefühl, kein Mitfiebern, keine Verbindung…das ist eher die Art Buch, die ich nicht so sehr mag.

 

Die Blutkönigin – Die Königinnen von Renthia (1)

von Sarah Beth Durst

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Inhalt:

Sie ist die größte Königin aller Zeiten – doch zu welchem Preis?

Daleina gehört zu den wenigen Frauen, die über die Gabe verfügen, die Elementargeister zu kontrollieren, die das Königreich Renthia terrorisieren. Diese Frauen werden Königin – oder sterben bei dem Versuch, zerfetzt von den Klauen und Zähnen der Elementare. Daleina ist bei weitem nicht die mächtigste der potentiellen Erbinnen der Königin. Doch dann wird ausgerechnet jener Mann ihr Mentor, der die amtierende Königin liebt – und von ihr verraten wurde …

Bild- und Textquelle: Randomhouse


Eckdaten:

Erschienen: 30.10.2017
Verlag: Randomhouse / Pehaligon
(Vielen Dank für das Rezensionsexemplar)
Seiten: 544
Preis: Klappenbrochur 15,00€, EBook 11,99€
ISBN: 978-3-7645-3188-1
Weitere Informationen zum Buch:
Direkt bei Randomhouse
Bei Amazon.de


 

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Meine Meinung:

Bei diesem Buch hat mich sofort das Cover angezogen und der Klappentext klang so geheimnisvoll und vielversprechend, dass ich es einfach lesen musste.
„Die Blutkönigin“ war mein erstes Buch von Sarah Beth Durst und von ihrem Schreibstil war ich sofort begeistert. Sie schreibt sehr flüssig und leicht verständlich, so dass die Seiten nur so dahin fliegen, allerdings für meinen Geschmack auch ohne großen Emotionen und teilweise sehr sachlich. Dadurch entstanden für mich immer wieder Längen im Buch.
Die Geschichte an sich ist absolut genial, der Weltenaufbau atemberaubend und leicht zu verstehen. Menschen und Elementargeister teilen sich eine Welt, in der eigentlich die Geister das Sagen haben, denn ihre tiefste Sehnsucht ist es, die Menschen zu zerstören. Nur die Königin schafft es, die Geister zu unterwerfen. Somit muss es immer genügend Thronanwärterinnen geben, damit die Geister sich aus dieser eine neue Königin wählen können, wenn die amtierende Königin stirbt. Wir begleiten Daleina, die diese Ausbildung antritt. Das alleine wäre für mich allerdings schon Geschichte genug für Band 1, denn die Ausbildung fand ich furchtbar interessant, auch wenn wir nicht so viel davon erfahren haben. Das Beschwören der Geister, die Unterrichtsstunden, die Geschichte der Königinnen, das hätte ich auch gerne ausführlicher gelesen.
Aber es sind noch etliche andere Hauptstränge gegeben, in denen wir uns zu Recht finden müssen. Alle alleinstehend sind sehr verständlich und auch gut durchdacht, aber alle zusammen sind mir persönlich viel zu viele Informationen auf einmal.
Um alles in einen Band zu bekommen, kommt es immer wieder zu mehrjährigen Zeitsprüngen, vom Verständnis her kein Problem, allerdings trat dadurch ein neues Problem bei mir ein, das für mich einfach zum Lesen dazu gehört: durch die vielen Charaktere und Handlungsstränge konnte ich keinerlei Verbindung zu einem Charakter aufbauen, ich las die Geschichte, aber ich war kein Teil davon. Ich war lediglich stiller Beobachter eines epischen Werkes, das mir kein Gefühl vermittelte. Und das ist für mich ein fetter Minuspunkt.
Deswegen kann ich auch zu den Charakteren nichts sagen. Ich habe sie zwar alle über 500 Seiten begleitet, aber ich kenne sie nicht. Im Prinzip waren sie mir alle weder sympathisch noch unsympathisch, ich habe ein neutrales Verhältnis zu allen.
Deswegen macht es mir das Beurteilen des Buches auch so schwer. Es ist eine absolut geniale Geschichte, aber mit viel zu viel Information.
Für mich gehört zum Lesen einfach das Abtauchen in die Geschichte dazu, das Mitfiebern, das Mitleiden…das setzte hier allerdings nicht ein und so las ich die Geschichte ohne sie zu erleben.

 

Mein Fazit:

„Die Blutkönigin“ von Sarah Beth Durst ist für mich eine epische phänomenale Geschichte, die absolut nicht bei mir ankam. Durch die Fülle an Informationen, Charaktere und Handlungssträngen konnte ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen und verlor so den Lesegenuss, den ich so liebe. Bei diesem Buch sollte jeder für sich entscheiden, ob er diese Art von Geschichten mag, ich tauche viel lieber darin ab anstatt stiller Beobachter zu sein.

 

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

3 Kommentare zu „[Rezension] „Die Blutkönigin“ von Sarah Beth Durst

  1. Hey
    ich habe dieses Buch gestern beendet und liebe es. Schade, dass die Charaktere dich nicht einnehmen konnten. Ich fand Daleinas Entwicklung und ihre Darstellung super. Ja, man ist in Vergleich zu anderen Büchern distanzierter, aber ich mochte das hier. Ist wirklich Geschmackssache. Ich freue mich schon so auf den nächsten Band und eine weitere angehende Thronwärterin.

    Grüße Isbel

    Gefällt 1 Person

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