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[Rezension] „Im Zauberbann des Schneemonds“ von Natalie Luca

Als mich die Autorin fragte ob ich denn Interesse an ihrem Buch hätte, war ich sofort begeistert, denn es klang alles so geheimnisvoll und im Prinzip ist es auch eine tolle Geschichte mit einer etwas anderen Darstellung von „Fantasywesen“, doch leider war mir das ganze Buch zu vorhersehbar, weshalb es mich nicht ganz überzeugen konnte, aber lest selbst.

Im Zauberbann des Schneemonds
Von Natalie Luca

img_8224Inhalt:

Neuwald – ein nobler Stadtteil in den Weinbergen des Wienerwalds: Hierher muss die siebzehnjährige Ari nach einem Schicksalsschlag ziehen, um bei ihrem Großvater zu leben, den sie nie zuvor kennengelernt hat.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird Ari in der neuen Privatschule schnell klar, dass etwas sehr Merkwürdiges in Neuwald vorgeht. Die alten Adelsfamilien der Gegend scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten …
Wie viel weiß der gutaussehende, aber verschlossene Schüler-Counselor Lykos darüber? Ari beginnt nachzuforschen und gerät dabei selbst in größte Gefahr …
Bild- und Textquelle: Amazon.de


 

Eckdaten:

Erschienen: 31. Januar 2018
Verlag: Selfpublished
(Vielen lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar)
Seiten: 236
Preis: Ebook 0,99€ (Einführungspreis), Taschenbuch ab Ende Februar
Weitere Informationen zum Buch direkt bei Amazon.de


 

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Meine Meinung:

Dies ist ein typisches Buch, das ist nicht wegen des Covers gekauft hätte, weil mir das nicht so zusagt, dafür aber wegen dem Klappentext. Dieser klang für mich von Anfang an furchtbar geheimnisvoll und ich wollte hinter das Geheimnis von Neuwald kommen.
Das Buch habe ich auch richtig schnell gelesen, denn der Schreibstil von Natalie Luca ist einfach toll. Sie schreibt herrlich leicht und bildlich, so dass man sofort in der Geschichte versinken kann. An manchen Stellen hätte es für mich durchaus auch etwas brutaler und dunkler zugehen dürfen, aber das ist ja persönlicher Geschmack. Im Ganzen war es ein herrliches leichtes Lesevergnügen, das mir durch die – für mich – vorhersehbare Handlung nur etwas vermiest wurde. Ich habe es einfach gerne beim Lesen überrascht zu werden, das war hier leider nicht der Fall, aber dazu nachher mehr.
Zur Geschichte nur so viel, denn ich kann euch gar nicht sehr viel davon erzählen ohne euch zu spoilern. Die 17jährige Artemis muss nach einem schweren Schicksalsschlag plötzlich zu ihrem Großvater nach Neuwald ziehen, von dem sie bis zu diesem Tag noch nie gehört hat. Ari ist alles andere als Willkommen und spürt die Abneigung ihres Großvaters und der Schüler an ihrer neuen Schule deutlich. Doch was hinter all dem steckt, soll Ari erst in der zweiten Hälfte des Buches erfahren. Bis dahin erlebt sie nur massive Anfeindungen zwischen zwei Familienclans und schnappt immer wieder Worte wie Jäger und Friedenspakt auf. Das ist alles sehr geheimnisvoll und hat mir richtig gefallen, aber wenn ich ehrlich bin, hat es mich nach einer Weile gestört, denn ich bin mir sicher, dass nicht nur ich innerhalb der ersten Kapitel bereits wusste, was dieser Anfeindung zu Grunde liegt. Und ich habe immer massive Probleme damit, zu glauben, dass die Prota nicht hinter die Auflösung kommt, auch wenn es noch so abwegig ist, wo es doch offensichtlich ist. Da reicht mir die Begründung auch nicht, dass niemand Ari in die Geheimnisse einweihen will, denn eigentlich ist sie ein cleveres Mädel. Mein zweites großes Problem an dieser Geschichte war und ist etwas das ich gar nicht leiden kann und mir somit schon den gesamten Verlauf preisgibt: direkt beim ersten Aufeinandertreffen ist da ein unheimlich auffallend attraktiver junger Mann mit strahlenden Augen, was immer wieder betont wird und er gehört auch noch offensichtlich dem verfeindeten Clan an. Für mich war ab diesem Zeitpunkt eigentlich die gesamte Spannung verpufft, ich wusste wie die Geschichte enden wird und las nur noch wie es umgesetzt wurde, denn Überraschungen gab es für mich keine mehr. Im Ganzen gesehen war mir das Buch auch einfach zu lieblich, vor allem im letzten Teil hätte ich viel mehr Spannung und auch Brutalität erwartet, einfach etwas roher und düsterer, aber auch das ist Geschmacksache, denn diese „lieblichen“ von der Grundstimmung durchweg positiven und leichten Fantasygeschichten sind einfach nicht mein Geschmack, wobei ich sicher bin, dass sie etliche Begeisterter finden wird.
Allerdings muss ich sagen, dass ich von der Umsetzung der zwei Clans wirklich begeistert bin, denn das ist wirklich mal etwas anderes und Neues und hat mir sehr gefallen. Auch die Charaktere selbst waren alle sehr gut ausgearbeitet, egal ob nun verhasst oder gemocht. Lediglich Aris „Unwissenheit“ ging mir mit der Zeit auf die Nerven, denn sie hätte, wie der Leser selbst, schon alle Puzzleteile viel früher zusammensetzen können. Richtig beeindruckt war ich allerdings von Wilhelm von Greifenstein. Warum das so ist, müsst ihr selbst herausfinden. Nur leider konnte das Ende mich auch nicht mehr mitreißen, denn es zielt zwar alles auf einen großen Endkampf hinaus, nur wie zu erwarten war dieser recht schnell vorbei und verlief auch gewaltfrei. Um mich zu begeistern braucht es einfach etwas mehr.

Mein Fazit:

„Im Zauberbann des Schneemonds“ von Natalie Luca ist ein erfrischender Jugendfantasyroman, der besonders Lesern von süßen Liebesgeschichten und leichten positiven Geschichten erfreuen wird. Mir persönlich war die Geschichte zu vorhersehbar und süß, so dass bei mir leider keine Spannungs- und Überraschungsmomente aufkamen. Aber dennoch war es durch den Schreibstil, die andersartige Umsetzung der Gegenpartei und der Charaktere ein nettes Buch für zwischendurch. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

Ein Kommentar zu „[Rezension] „Im Zauberbann des Schneemonds“ von Natalie Luca

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