Veröffentlicht in Rezensionen

[Rezension] „Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer“ von M. A. Bennett

Zurzeit hagelt es Rezensionen, aber ich freue mich so, dass es wieder läuft und ich wieder zu den richtigen Büchern greife. Dieses hier habe ich auch innerhalb eines Tages verschlungen, weil ich gar nicht davon loskam. Durch seine britisch skurrile Art ist es ein richtiges Highlight für mich geworden.

 

Bloody Weekend – Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer

von M.A. Bennett

_Bennett_Die_Jagd_U1_07.inddInhalt:

Greer will eigentlich nicht dazugehören. Als Außenseiterin folgt sie zwar den unausgesprochenen Regeln des altehrwürdigen Internats St. Aiden – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den „Medievals“, der herrschenden Clique um den reichen Henry de Warlencourt, wird sie nie gehören. Als ausgerechnet sie eine der drei begehrten Einladungen erhält, ein Jagdwochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Vor Ort wird allerdings schnell klar, dass dort weit mehr gejagt wird als nur Hirsche und Fasane. Mit zwei weiteren Jugendlichen kämpft Greer im Schatten des Anwesens schon bald um ihr Überleben … und die Jagd ist erst der Anfang. Bild- und Textquelle: Arena Verlag


Eckdaten:

Erschienen: 02. Februar 2018

Verlag: Arena Verlag

(Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar)

Seiten: 344

Preis: Hardcover 16,00€, EBook 12,99€

ISBN: 978-3-401-60399-5

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Weitere Informationen zum Buch:

Direkt bei Arena Verlag

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Meine Meinung:

 

Schon als ich das Buch in der Vorschau gesehen habe, wollte ich es haben, denn es schreit einfach nach mir. Genau diese Art Bücher und vor allem Filme lese und schaue ich liebend gerne an und ich freute mich auf eine spannende Hetzjagd. Da es ein Jugendthriller ab 12 Jahren ist, habe ich es auch nicht wirklich blutig und brutal erwartet, das ist es auch nicht, aber es spielt alles genial auf der psychischen Ebene.

Zuerst war ich überrascht von dem Stil des Buches, da ich ja auf eine Jagd vorbereitet war, aber die Umsetzung fand ich wirklich interessant und anders. Wir bekommen diese Geschichte nämlich erzählt, von Greer McDonald, die an dem traditionellen Wochenende in Longcross teilnehmen durfte. Das fand ich absolut klasse gelöst, denn Greer in ihrer typisch britischen skurrilen Art, spricht auch den Leser direkt an, stellt ihm Fragen und vergleicht jeden Eindruck oder Erlebnis mit einem Film. Diese Idee hätte ich nur noch besser gefunden, wenn ich wirklich alle Filme gekannt hätte und ich gehe einfach mal davon aus, dass 12jährige diese Klassiker nicht kennen. Insgesamt muss ich auch sagen, dass ich das Buch vom Alter her nicht passend eingestuft finde, denn Jüngere werde mit diesen ganzen versteckten Rätseln, Andeutungen und der tiefgründigen Botschaft nichts anfangen können. Ich dafür umso mehr und ich war absolut begeistert. Ich war von Anfang an an das Buch gefesselt und wollte es einfach nicht mehr weglegen. Nach und nach lernen wir Greer besser kennen, die eigentlich ein beschauliches Leben mit ihrem Dad geführt hat, bis es sie an das Eliteinternat schlechthin verschlagen hat, an der die High Society Englands nach sehr speziellen Methoden unterrichtet wird. Durch Greer lernen wir auch die anderen Charaktere kennen, was ich besonders interessant fand, man wurde nicht abgelenkt von verschiedenen Erzählweisen. Greer beurteilte einfach gerade heraus nach ihrem Befinden und der Leser konnte Rätseln, was denn hinter all dem steckt.

Greer ist ein typischer Außenseiter, die elitären Schüler, allen voran die Schülersprecher, meiden sie und lassen sie deutlich spüren, dass sie nicht willkommen ist, dabei sehnt sie sich nur nach Freundschaft. Als sie dann plötzlich gerade von diesen Schülersprechern eine der heißbegehrten Einladungen für das Jagdwochenende erhalten hat, dachte sie, endlich einen Wendepunkt erreicht zu haben. Wie sehr sie sich täuschte. Mit ihr waren zwei andere Außenseiter von der Partie plus die sechs Schülersprecher…das perfide Spiel begann! Mehr erzähle ich euch hier auch gar nicht, das müsst ihr erleben. Dieser Stil, diese Umsetzung, die Geschichte selbst, das ist alles so anders und ich liebe es! Eigentlich ist es durchweg sehr ruhig gehalten in einer sehr bedrückenden und beklemmenden Stimmung. Das Buch wird quasi rückwärts erzählt, Greer hat das Wochenende hinter sich und beginnt dem Leser alles zu erzählen. Schon ab dem ersten Satz gab es für mich kein halten mehr und ich verlor mich immer mehr und mehr in dem Buch. Am Anfang dachte ich noch, dass es vielleicht problematisch werden können, alle Charaktere kennenzulernen und die einzelnen Abläufe, da uns ja lediglich Greer ihre Sichtweise erzählt, aber weit gefehlt, dadurch wurde ich nur noch mehr an das Buch gefesselt. Und das Beste: die Autorin hat sich die Option auf einen anderen Band gelassen, oder um es in Greers Worten zu sagen:

„Hast du Sherlock Holmes: Spiel im Schatten gesehen? …dann schreibt Watson Sherlocks letztes Abenteuer nieder und tippt THE END…als er zurückkommt, sieht er, dass jemand ein Fragezeichen dahintergetippt hat, es steht dort also THE END?“ (Seite 277)

 

Mein Fazit:

 

„Bloody Weekend“ ist anders. „Bloody Weekend“ ist absolut fesselnd. „Bloody Weekend“ spielt mit dem Leser. Dieses Buch konnte mich absolut begeistern, von der Umsetzung, dem Erzählstil, den Charakteren und den versteckten Botschaften dahinter. Ich würde es eher nicht mehr als Jugendthriller einordnen, da ich denke, dass 12jährige das ganze Ausmaß der Geschichte noch nicht erfassen können. Ich bin von der britisch skurrilen Art jedenfalls voll und ganz begeistert und vergebe 5 von 5 Sterne.

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Autor:

Absolute Buchverrückte und unheilbarer Potterhead 😊

4 Kommentare zu „[Rezension] „Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer“ von M. A. Bennett

  1. Ich habe das Buch ja auch gelesen anlässlich der Blogtour. Hast du die schon gesehen?
    Ich muss sagen, dass das Buch gerade durch die letzten so da. 50 Seiten mich absolut abgeholt hat. Vorher war es nur ein 3 Sterne Buch, aber durch dieses Ende musste ich einfach noch einen Stern vergeben, da es so genial war!!

    Ich freue mich, wenn dieses auch verfilmt wird!

    Xoxo Vera

    Gefällt 1 Person

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